Die
Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V. ist eine Nichtregierungsorganisation,
deren Ziel es ist, bedrohte wildlebende Tierarten und deren
Lebensräume vor der Ausrottung und Zerstörung zu
schützen. Die AgA ging aus der 1981 initiierten "Aktion
Rettet die Schildkröten" hervor und wurde 1986 als
Verein gegründet. Inzwischen verfügt die AgA über
eine breit gefächerte Palette internationaler Aktivitäten.
Ging
es anfänglich "nur" um den Schutz der Meeresschildkröten,
so setzte sich die AgA in den Folgejahren für den ökologisch
begründeten Schutz wildlebender Tiere wie Kaimane, Elefanten,
Fleckkatzen wie Ozelots und andere Pelztiere ein. Ihr Schwerpunkt
liegt allerdings im Einsatz für die weltweite Erhaltung
der letzten Legestrände der Meeresschildkröten-Populationen,
z.B. in der Türkei, in Griechenland und Sri Lanka. Dies
geschieht durch langfristig angelegte Schutzprojekte, deren
Ziel es ist, weiteren Zerstörungen entgegenzuwirken,
bis geeignete Konzepte einer naturverträglichen touristischen
Nutzung der Strände und ihrer ökologisch sensiblen
Umgebung entwickelt und umgesetzt sind. Der Aufklärung
von Touristen und einheimischer Bevölkerung sowie dem
praktischen Schutz der Strände und Gelege kommt dabei
eine besondere Bedeutung zu.
Daneben führt die AgA kurzfristig angelegte Rettungsaktionen
für akut bedrohte Tierarten durch. Ein Beispiel ist die
mit Hilfe der bolivianischen Regierung durchgeführte
erfolgreiche Umsiedlungsaktion einer unmittelbar von der Auslöschung
bedrohten Farm-Population des Mohrenkaimans in ein Schutzgebiet,
oder die Intervention zugunsten der Weißstörche
im Sinai, die zu Tausenden in den Abwasserseen und Müllbergen
einer Feriensiedlung umkamen.
Die
rechtliche Basis für das Vorgehen der AgA ist das Washingtoner
Artenschutz-übereinkommen, das von 145 (1999) Staaten
unterzeichnet und in nationales Recht umgesetzt wurde. Daher
bemüht sich die AgA stets um eine enge Zusammenarbeit
mit den zuständigen Behörden in den Zielländern
ihrer Aktivitäten. Dabei wird vorrangig versucht, konstruktiv
zur Entwicklung und Realisierung umsetzbarer Lösungskonzepte
beizutragen.
Die Arbeit der AgA ist charakterisiert durch ihre über
Jahre aufgebauten guten Kontakte zu deutschen und internationalen
Medien. Dadurch konnte die Öffentlichkeit immer wieder
auf die Zerstörung und Ausbeutung der Natur aufmerksam
gemacht werden. Erheblicher Druck auf verschiedene private
und staatliche Instanzen bescherten der AgA immer wieder große
Erfolge. So hat in Südafrika die Ankündigung, potentielle
Touristen über die sture Artenschutzpolitik des Landes
aufzuklären, dazu geführt, daß Präsident
Mandela nicht weiter auf die Wiederaufnahme des Elfenbeinhandels
drängte.
Die Struktur der AgA:
Die
AgA ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Die Mitglieder
verpflichten sich, den Schutz und den Erhalt der Natur zu
fördern, das Umweltbewußtsein zu stärken und
die Zerstörung der Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren
und Pflanzen zu verhindern.
Der Vorstand der AgA wird jährlich von der Mitglieder-Versammlung
neu gewählt, wobei die Vorstandsmitglieder die beiden
Geschäftsführer bestimmen, deren Aufgabe es ist,
die Beschlüsse der Mitgliederversammlung umzusetzen.
Die Arbeit der AgA wird durch Mitgliederbeiträge sowie
Spenden von Privatpersonen, Organisationen und Firmen finanziert.
Im
Jahre 1996 wurde Günter Peter aufgrund seiner besonderen
Verdienste das Bundesverdienstkreuz vom Bundespräsidenten
Roman Herzog verliehen.
Nähere
Informationen:
Aktionsgemeinschaft
Artenschutz e.V
Tulpenstr.1
70825 Korntal-Münchingen
Telefon: 07150-922210
Fax: 07150-922211
eMail:
buero@aga-international.de
Internet: www.aga-international.de
Spendenkonto:
Kreissparkasse
Ludwigsburg (BLZ 60450050)
Konto-Nr: 9912900
Spenden
an die Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V. sind steuerlich
abzugsfähig.